Mehrtagesübung 2025

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Ein spannendes Wochenende mit praxisnaher Ausbildung, Übungen und unerwartenen Überraschungen liegt hinter dem Technischen Zug.

Traditionsweise nutzt der Technische Zug im Herbst die Möglichkeiten eines der vielen THW-Übungsgelände und führt dort seine jährliche, verlagerte Standortausbildung durch. Um sich jedoch auch einmal ein ganzes Wochenende für die heimischen Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten zu reservieren, wurde die diesjährige verlagerte Standortausbildung in den heimischen Ortsverband verlagert und somit zu einer Mehrtagesübung am im heimischen Umfeld.

Freitag, 10.10.2025

Und damit keine Zweifel aufkommen sollten, dass ein Wochenende im eigenen Ortsverband weniger spannend sei als in der Ferne, begann der Freitagabend direkt mit einer Einsatzübung für die Atemschutzgeräteträger. Diese ist nicht nur für den Erhalt der Einsatzbefähigung der “AGTler” nötig, auch gilt es, die Abläufe, Vorgehen, Auffinden und Retten von Vermissten immer und immer wieder zu trainieren, da gerade der Einsatz unter Atemschutz keine Fehler verzeiht. Da die Räumlichkeiten des eigenen Ortsverbandes allen Helfern doch sehr bekannt ist, wurden die Masken der Helfer verdunkelt, sodass diese eine Nullsicht hatten, und sich somit Stück für Stück vortasten mussten - doch auch diese zusätzliche Hürde haben die Helfer meistern können. 

Zwei Aspekt, die bei jedem Einsatz von größter Bedeutung, im Atemschutzeinsatz aber noch viel essenzieller sind, ist der Eigenschutz und die Gesundheit der eigenen Helfer. Das diese potenziell immer gefährdet ist, lernen die Atemschutzgeräteträger schon in der gesonderten Fachausbildung, wenn es um das Thema Atemschutznotfälle geht.

Und um die eigenen Helfer im Fall der Fälle in Sicherheit bringen zu können, erhielt auch diese Übung eine überraschende Wendung - einer der Helfer wurde, simuliert, bewusstlos. Der zweite Trupppartner folgte dem passenden Schema, erkannte die Gefahr und Sätze den passenden Notruf ab, worauf der Atemschutznotfalltrupp sich auf dem Weg zum verunfallten Trupp machte. Mit vereinbarten Kräften konnten die Helfer ihren Kameraden sicher aus dem Gefahrenbereich bringen - Übung erfolgreich gemeistert!

Samstag, 11.10.2025

Der Samstag begann für alle Helfer um 8:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Frisch gestärkt gibt es dann in die Praxis, es stand das große Thema “Bewegen von Lasten” an. Doch statt sich nur mit den Hebe- oder Zugwerkzeugen zu beschäftigen, haben sich die Ausbilder etwas Besonderes überlegt. Eine der OV-Wechselbrücken musste von der aufgebrückten Stellung, zerstörungsfrei, auf den Boden bewegt werden, da diese dem OV als Lager dienen soll.

Welches mit einem Kran innerhalb weniger Minuten erledigt wäre, ist ohne Zuhilfenahme von Kran oder Baumaschine jedoch erst einmal eine Herausforderung. Zusammen mit den Helfern wurde der vorbereitete Plan durchgegangen. Um die Wechselbrücke erst anheben und dann absetzen zu können, wurden sowohl mit Holz als auch dem Einsatzgerüstsystem, sogenannte Hilfskonstruktionen gebaut und mit passendem Gewicht beschwert und gesichert. Diese ermöglichten das wechselseitige Anschlagen der Last auf der einen Seite, sowie das Anschlagen von Kettenzügen auf der anderen Seite. 

Besonders wichtig beim Bewegen von Lasten ist die ständige Sicherung durch Unterbauung, so dass die Last selbst bei einem Materialversagen nicht unkontrolliert abrutscht. Daher legten die Ausbilder auf diesen sich stetig wiederholenden Schritte einen besonderen Aspekt.

Mit gemeinsamem und koordinierten Kräften konnte die Wechselbrücke letzlich abgelassen und ausgerichtet werden. Die Helfer waren sich einig - ein wichtiges Thema mit einer herausfordernden Aufgabe kombiniert - einfach eine klasse Ausbildungseinheit!

16:39 Uhr - Auf einmal schrillen sämtliche Handys, die Alarmierungs-App meldet EINSATZALARM, Pilzsammler abgestürzt, Hönnetalstraße, FR Deilinghofen.

Kurz schauen sich die Helfer irritiert an, doch schon wird umgeschaltet, die anwesenden Helfer auf die Gruppen bzw. Fahrzeuge aufgeteilt und Abfahrbereitschaft hergestellt. Was die Helfer zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen - höchstens ahnen - es handelt sich hierbei um eine Einsatzübung, die der Ortsbeauftrage geplant und vorbereitet hat.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle erfahren unsere Helfer diese und weitere Details, unter anderem, dass 2 Kinder und 1 Erwachsener Mann im Wald abgestürzt und nun in unwegsamen Gelände gefunden und gerettet werden müssen - ein Szenario, welches in den heimischen Wäldern immer wieder vorkommen kann, wie die letzten Einsätze gezeigt haben.

Schnell haben sich die Gruppen organisiert und starten mit der Suche, die zeitnah zu den Verletztendarstellern führt. Bevor die aufgefunden Personen mittels schiefer Ebene gerettet werden können, gilt es sich noch um die Erstversorgnung zu kümmern - dank der regelmäßigen Ausbildung im OV kein Problem.

Und auch die Rettung und simulierte Übergabe an den Rettungsdienst verlaufen zügig. Und so zeigten sich sowohl der Ortsbeauftragte als auch die Helfer zufrieden mit der Übung.
 

Die Verlastung des Materials und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft läutete dann den letzten Teil des Wochenendes ein, es wurde gemeinsam gegrillt und zusammen das spannende Wochnende rekapituliert und ausklingen lassen - mit einem großen Dank an die Helfer und die an der Vorbereitung Beteiligten!

 

Wenn das Wochenende eins gezeigt hat, es muss nicht immer weit weg gehen - auch das heimische Umfeld hat jede Menge Potenzial für ein richtig gutes Ausbildungs- und Übungswochenende!

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