Kraftakt unter Zeitdruck – Sandsäcke und Wassermassen

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Ob bei sommerlichen Starkregenereignissen oder winterlichem Hochwasser – das Technische Hilfswerk (THW) Balve bereitet sich intensiv auf mögliche Einsatzlagen vor. Zuletzt wurde dies im Sommer 2021 in Balve sowie im Winter 2023 in Hamm deutlich. Hier standen Sandsäcke im Mittelpunkt: befüllen, verladen, transportieren und ausbringen – ein physisch fordernder Einsatz unter Zeitdruck.

Vergangenen Samstag wurde dieser Ablauf bei strahlendem Sonnenschein erneut geübt. Die Geschäftsführung des Kalkwerks Hönnetal in Menden-Oberrödinghausen stellte dafür freundlicherweise ein geeignetes Übungsgelände zur Verfügung – mit ausreichend Platz und direkter Nähe zur Hönne.

Für eine funktionierende Sandsack-Füllstation werden Böcke, Trichter, Leitern, Schaufeln und natürlich Sandsäcke benötigt. Nach dem Aufbau ging es an die Arbeit: In eingespielten Teams wurden Sandsäcke zu etwa zwei Dritteln befüllt – eine bewährte Methode, die Stabilität und Stapelfähigkeit gewährleistet. Anschließend wurden sie mit Rödeldraht verschlossen und systematisch auf Paletten geschichtet. Ziel ist es, pro Palette eine einheitliche Anzahl und damit ein verlässliches Gesamtgewicht zu erreichen – wichtig für Logistik und Transport.

Bis zur Mittagspause wurden neun Paletten mit jeweils 81 Säcken gefüllt – rund dreieinhalb bis vier Tonnen Sand. Nach der Pause stand der Bau eines sogenannten Löschwasser-Rückhaltebeckens auf dem Programm. Dafür wurde zunächst eine Wand aus Paletten und Planen errichtet, die bei niedrigem Wasserstand als Alternative zu Sandsäcken dient. Der restliche Beckenrand wurde konventionell aus Sandsäcken gebaut, wobei besonders auf die Lage der sogenannten „Blume“ – das nicht gefüllte Drittel des Sacks – und eine saubere Schichtung geachtet wurde.

Anschließend wurde das Becken mithilfe einer Schmutzwasser-Kreiselpumpe mit Wasser aus der Hönne gefüllt. Die leistungsfähige Pumpe transportiert problemlos verunreinigtes Wasser mit einer Förderleistung von ca. 400 Litern pro Minute. Nach Fertigstellung des Beckens wurde es zur Veranschaulichung und – unter Einhaltung der Sicherheitsvorgaben – auch zur Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen genutzt. Kleinere Instabilitäten der Palette-Wand konnten durch den gezielten Einsatz von Erdnägeln schnell behoben werden.

Zum Abschluss des Übungstages wurde die Funktion einer Verstärkerpumpe demonstriert. Diese wird in längeren Schlauchstrecken zwischengeschaltet, um den Wasserdruck aufrechtzuerhalten. Im Vergleich zur Schmutzwasserpumpe, die 400 Liter pro Minute schafft, bringt die Verstärkerpumpe beeindruckende 1.300 Liter pro Minute ins System.

Zurück im Ortsverband wurden alle Materialien gesäubert, geprüft und wieder einsatzbereit verlastet. Ein erfolgreicher Übungsdienst, der nicht nur Teamgeist und Technik schulte, sondern auch wertvolle praktische Erfahrung vermittelte – geplant und durchgeführt von dem Gruppenführer der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N)

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